Bist Du noch Du ? Wie hoch ist Dein Beeinflussungslevel ?

Irgendwie haben wir es heutzutage alle nicht eben einfach…

Den ganzen Tag sind wir umgeben von ständigen Inspirationen und Geschichten anderer um uns herum.

Egal ob Facebook, Youtube, das Fernehen oder die Presse: Allerorten finden wir gefragte und ungefragte Ratschläge, Anleitungen und Vorlagen für unser Leben und das Leben insgesamt.

Wir sind umgeben von Erfolgsgeschichten von Menschen, deren Leben scheinbar immer nur eine Richtung kennt: Aufwärts. Sie leben in weiß strahlenden modernen Stadthäusern mit Garten, zusammen mit strahlenden Partnern, strahlenden Kindern und knuddeligen Haustieren…

Wir selbst kommen da nicht vor

Was dabei auf der Strecke zu bleiben droht sind wir selbst, mit unseren eigenen Bedürfnissen, Wünschen, Eigenschaften.

Im dichten Dschungel der Reize von außen wird es zunehmend herausfordernder, bei uns zu bleiben und uns unserer wirklichen Wünsche bewusst zu werden und sie zu erfüllen.

DIe Coronakrise liefert uns Hinweise

Die allgemeinen Einschränkungen in Zeiten, in denen das Coronavirus unseren Alltag vorgibt, liefert deutliche Hinweise darauf, dass viele Menschen z.T. nicht mehr in der Lage sind, mit sich selbst zu sein.

Coronaparties und Gruppenkuscheln im Park sind – entgegen jeder Vernunft – leider noch immer an der Tagesordnung.

Offensichtlich haben sehr viele Menschen erhebliche Schwierigkeiten damit, sich ohne Entertainment von außen, noch wohl zu fühlen. Lagerkoller und Familiendramen sind vorprogrammiert.

Heilsames Alleinsein

Ich finde es eine interessante Erfahrung, mal wieder eine zeitlang ohne direkte Sozialkontakte seine Zeit verbringen zu müssen. Oh, es gibt genug zu tun, was vielleicht schon lange aufgeschoben wurde:

  • Das Buch schreiben, das man seit Teenizeiten im Kopf hat.
  • Das eigene Fotoarchiv aufräumen und pflegen.
  • Die Staffelei und die Farben auspacken und auf dem Balkon ein Bild malen.
  • Beim Spaziergang – alleine – mal wieder die Gedanken sorttieren.
  • …..

Alleinsein und Einsamsein

Es ist ein Unterschied, ob man alleine ist oder ob man sich einsam fühlt. Wer mit sich selbst gut zurecht kommt, empfindet vielleicht auch in Momenten des Alleinseins nicht so viel Einsamkeit wie Menschen, die sich ihres Selbst gar nicht mehr bewusst sind.

Wenn Dich im Alleinsein einsam fühlst oder sonstwie unwohl, ist es sicher ein guter Zeitpunkt, Dir einmal diese Fragen zu stellen:

  • Was bleibt von mir übrig, wenn die Reize von außen weg bleiben ?
  • Wer oder was bin ich, wenn ich nicht mehr versuche, der Welt um mich herum zu gefallen?
  • Was habe ich als Kind immer schon gerne gemacht und was davon würde ich insgeheim auch jetzt noch gerne machen ?
  • Was hält mich denn davon ab, genau das jetzt zu machen ?

Meditation hilft Dir dabei, Dich wieder selbst zu erkennen

Für eine Mediataion braucht man keinen Guru und keine Anleitung. Die kann man jederzeit und fast überall durchführen.

Setze Dich einfach irgendwo bequem hin, schließe die Augen, lausche Deinem Atem und lasse Deine Gedanken fließen.

Schau regelrecht in Dich hinein und stelle Dir die Fragen: Wer bin ich, wenn die Reize von außen weg sind ? Und: Was würde ich am allerliebsten tun ?

Wie fühlen sich die Antworten an ? Was wäre, wenn Du all die Antworten in Deinem Leben umsetzen würdest ?

Ich bin sicher, wenn Du zu Dir selbst findest und Dich Deines Selbst bewusst wirst und dazu stehst, kriegst Du weder zu Zeiten des Coronavirus einen Lagerkoller, noch jemals wieder später in Deinem Leben.

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